FAQ — Die wichtigsten Fragen zu Folsäure und Folat

Folsäure, auch Vitamin B9, B11 oder Folat genannt, spielt eine wich­tige Rolle im Rahmen einer gesun­den und ausge­wo­ge­nen Ernäh­rung. Sie nimmt unter ande­rem Einfluss auf die Zell­tei­lung, das Wachs­tum und die Entwick­lung, die Blut­bil­dung und den Homo­cystein-Stoff­wech­sel. Im Folgen­den beant­wor­ten wir einige Fragen, die häufig im Zusam­men­hang mit Folsäure aufkom­men.

Was ist der Unterschied zwischen Folsäure und Folat?

Während Folat ein natür­li­ches, wasser­lös­li­ches Vitamin ist, ist Folsäure die indus­tri­ell herge­stellte, synthe­ti­sche Form des Folats. Folat besteht aus natür­li­chen Folat-Verbin­dun­gen, die in pflanz­li­chen und tieri­schen Lebens­mit­teln vorkom­men.

Wozu benötigt der Körper Folat?

Folat ist an wich­ti­gen Stoff­wech­sel­pro­zes­sen im Körper betei­ligt. Es ist essen­zi­ell für die Zell­tei­lung, die Bildung neuer Zellen, die Produk­tion von Blut­plätt­chen und die Blut­bil­dung. Somit ist die Wirkung von Folsäure entschei­dend für den mensch­li­chen Orga­nis­mus.


Sind Folsäure-Produkte verschreibungspflichtig?

Da es sich bei Folsäure und Folat nicht um ein Medi­ka­ment handelt, sondern ledig­lich um ein Nahrungs­er­gän­zungs­mit­tel, ist dieses nicht verschrei­bungs­pflich­tig. Man kann diese Produkte also ohne Rezept in der Apotheke, in Droge­rie­märk­ten oder auch im Inter­net erwer­ben. Trotz­dem kann Folsäure im Rahmen der Thera­pie bestimm­ter Krank­hei­ten zum Einsatz kommen.

Wie hoch ist die tägliche empfohlene Dosierung von Folat?

Für Jugend­li­che und Erwach­sene werden knapp 300 bis 400µg Folsäure am Tag empfoh­len. Bei Frauen in der Schwan­ger­schaft oder auch schon mit Kinder­wunsch liegt der Bedarf von Folat höher: bei Schwan­ge­ren 550 µg und bei Stil­len­den 450 µg.

Kann man Folsäure oder Folat mit Zink oder Magnesium kombinieren?

Grund­sätz­lich ist es möglich diese Zusätze kombi­niert einzu­neh­men.

Wie schnell wirkt Folsäure?

Wirkungs­weise und Funk­tion hängen von vielen Fakto­ren ab. Deshalb kann man auch nicht pauschal sagen, wie schnell Folsäure oder Folat wirkt. Dies kann von Mensch zu Mensch unter­schied­lich sein. Das hängt zum Beispiel auch von der jewei­li­gen Ernäh­rung oder der Anzahl der Mikro­gramm ab. Oder ob aktu­ell eine Schwan­ger­schaft bei Frauen vorliegt. Als Richt­wert spricht man davon, dass die Wirkung unge­fähr nach vier Wochen eintritt.

Kann zu viel Folat oder Folsäure schaden

Eine hohe Zufuhr von Folat wirkt sich nach dem heuti­gen Kennt­nis­stand nicht nega­tiv auf die Gesund­heit aus. Zu viel Folsäure hinge­gen kann unter Umstän­den schäd­lich sein. Laut der euro­päi­schen Behörde für Lebens­mit­tel­si­cher­heit (EFSA) ist eine Menge von 1000 µg Folsäure für Erwach­sene pro Tag tole­rier­bar. Folsäure nimmt man entwe­der zuge­setzt in Lebens­mit­teln ein oder als synthe­ti­sches Nahrungs­er­gän­zungs­mit­tel.

Ist Folsäure auch für Tiere geeignet?

Folsäure kann laut Studien unter Umstän­den auch für Tiere und deren Ernäh­rung geeig­net sein. Ohne­hin gibt es auch viele Lebens­mit­tel für Tiere, die Folsäure enthal­ten. Dies sollte man im jewei­li­gen Fall immer mit dem Tier­arzt oder Exper­ten bespre­chen. Bei einem Folsäu­re­man­gel ist eine Zufuhr über das Futter mit verschie­de­nen Lebens­mit­teln sicher­lich sinn­voll. Bei Hunden ist dieser Mangel aber äußerst selten, da Hunde selber Folsäure im eige­nen Körper bilden können und deshalb meist ausrei­chend damit versorgt sind. Grund­sätz­lich scha­den aber Vitamine auch bei Tieren nicht.