Studien zur Folsäure

Wissenschaftliche Studien zur Nutzung von Folsäure

Zum Thema Folsäure gibt es, wie zur Einnahme von Vitamin B12, Medi­ka­men­ten oder auch zu ande­rer Medi­zin, mitt­ler­weile viel Lite­ra­tur und Infor­ma­tio­nen. Im Folgen­den werden eine Reihe an Studien vorge­stellt, die den posi­ti­ven Effekt der Folsäure an Frauen, Männern und Kindern bestimm­ten Alters bele­gen sollen. Ähnli­che wissen­schaft­li­che Erkennt­nisse kennt man zum Beispiel von der Einnahme von B12. Dabei ist Folsäure nicht weni­ger wich­tig als das Vitamin B12, wie sich aus den folgen­den Studien erken­nen lässt.

Studie zur Behandlung von Depressionen mit Folsäure

Psych­ia­ter der Univer­si­tät Oxford prüf­ten die Behand­lung von Depres­sio­nen mit den Vitami­nen der Folsäure bezie­hungs­weise Folat. Dabei kamen sie zu dem Entschluss, dass die tägli­chen Vitamine der Folsäure einen besse­ren Einfluss auf die Behand­lung haben könn­ten, als wenn Depres­sio­nen alleine durch Medi­zin bezie­hungs­weise durch Medi­ka­mente wie Anti­de­pres­siva behan­delt werden. Unge­klärt blieb dabei aller­dings, ob der Effekt sowohl bei Frauen und Männern mit einem gesun­den Folsäure Spie­gel als auch bei Menschen mit einem Folsäure Mangel eintre­ten kann.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12804463


Studie zur Risikominimierung eines Kolonkarzinoms

Laut einer Studie wurde gezeigt, dass eine geringe Einnahme von Folsäure Vitami­nen, das Risiko eines Kolon­kar­zi­noms senken kann. Dazu wurden 31 betrof­fe­nen Frauen und Männer entspre­chende Dosen inner­halb von zehn Wochen verab­reicht. Diese Studie zeigte die Wich­tig­keit von Folsäure für Orga­nis­mus und Körper.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15831910

Studie zur Vorbeugung von Schlaganfällen

Eine weitere Studie nahm sich dem Thema Schlag­an­fäl­len an. Dabei wurden Pati­en­ten unter­sucht, die ein erhöh­tes Schlag­an­fall-Risiko aufwei­sen. Genauer gesagt, litten alle Teil­neh­mer an einer Hyper­to­nie, also einem Blut­hoch­druck. Eine Hälfte der Teil­neh­mer wurde täglich mit herkömm­li­chen Medi­ka­men­ten versorgt, die den Blut­druck senken sollen. Die andere Hälfte wurde mit Folsäure Präpa­ra­ten und einer bestimm­ten Anzahl an Mikro­gramm behan­delt. Nach der vier­jäh­ri­gen Studie kamen die Forscher zu der Erkennt­nis, dass in der Gruppe derer, die mit den herkömm­li­chen Medi­ka­men­ten versorgt wurden, mehr Schlag­an­fälle auftauch­ten, als in der Gruppe, die mit Folsäure Vitami­nen versorgt wurde.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22265213

Studie zu Missbildungen bei Folsäuremangel

Eine Studie zeigte vor eini­gen Jahren, dass ein Mangel an Folsäure das Risiko für einen offe­nen Rücken oder Miss­bil­dun­gen des Schä­dels deut­lich erhöht. Oder anders gesagt: die Einnahme von genü­gend Mikro­gramm Folsäure vor der Schwan­ger­schaft kann die Gefahr der ange­spro­che­nen Miss­bil­dun­gen um 70 Prozent redu­zie­ren. Also wird gezeigt dass die Ernäh­rung mit ergän­zen­den Präpa­ra­ten eine unge­mein wich­tige Rolle spielt. Eben auch für das Kind.

http://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PII0140-6736(91)90133-A/abstract

Bericht zu Neuralrohrdefekten bei Folsäuremangel

Auch die Wissen­schaft­ler James Mills und Agge­liki Dimopou­los spre­chen im „British Medi­cal Jour­nal“ von der Wich­tig­keit der Folsäure. Sie weißen aller­dings darauf­hin, dass man ebenso eine Über­do­sie­rung von Folsäure vermei­den müsse: “Eine der großen Heraus­for­de­run­gen ist, ein Level zu finden, das vor Neural­rohr­de­fek­ten schützt, ohne die Bevöl­ke­rung einer zu hohen Dosis auszu­set­zen“.

http://www.bmj.com/content/351/bmj.h6198

Studie zur Anreicherung von Getreide mit Folsäure

Des Weite­ren fand man in Amerika heraus, dass die Anrei­che­rung vieler Getrei­de­sor­ten mit Folsäure posi­tive Auswir­kun­gen hat. Dadurch sind viele Vitamine in diver­sen Lebens­mit­teln enthal­ten. So konnte man damit errei­chen, dass Neural­rohr­de­fekte um 30 Prozent redu­ziert wurden. Und das durch die Nahrung bezie­hungs­weise durch die Ernäh­rung. Dies ging aus einem Bericht des Ärzte­blatts hervor. Das zeigt also, dass zum Beispiel in Deutsch­land ein Folsäu­re­man­gel durch­aus zu einer Gefähr­dung der Gesund­heit führen kann. Ausrei­chend Folsäure spielt also eine große Rolle für Orga­nis­mus und Körper.

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/61499/USA-Folsaeure-Anreicherung-verhindert-jaehrlich-1-300-Neuralrohrdefekte

Studie des Bundesinstituts für Risikobewertung

Laut dem Bundes­in­sti­tut für Risi­ko­be­wer­tung nehmen in Deutsch­land 80 bis 90 Prozent der Bevöl­ke­rung allen Alters weni­ger Folsäure oder Folat zu sich als eigent­lich empfoh­len. Die meiste haben also einen Folsäu­re­man­gel und gefähr­den ihre Gesund­heit. Die Empfeh­lung spricht von 400 Mikro­gramm am Tag, das ging aus einem Bericht des Bundes­am­tes für Risi­ko­be­wer­tung aus dem Jahre 2005 hervor. Das betrifft natür­lich in erheb­li­chem Maße auch Frauen während der Schwan­ger­schaft in Bezug auf ihre Nahrung.

http://www.bfr.bund.de/de/presseinformation/2005/30/folsaeureversorgung_in_deutschland_ist_unzureichend-6844.html

Studie zu Bauchspeicheldrüsenkrebs

Eine weitere Studie beschäf­tigte sich mit der Thema­tik des Bauch­spei­chel­drü­sen­kreb­ses. Dabei wurde unter­sucht, ob eine erhöht dosierte Einnahme von Folsäure eine posi­tive Wirkung auf die Krank­heits­ent­wick­lung haben kann. Genauer gesagt kontrol­lierte man, ob sich das entspre­chende Risiko durch die entspre­chende Zufuhr verrin­gern kann. Die Forscher kamen tatsäch­lich zu der Erkennt­nis, dass sich das Risiko für Bauch­spei­chel­drü­sen­krebs durch die Einnahme von Folsäure redu­zie­ren kann.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28468303

Beobachtung zur Wirkung von Folsäure auf den Herzmuskel

In Kanada fand man heraus, dass die gesetz­lich fest­ge­legte Anrei­che­rung von Folsäure im Mehl dazu führt, dass die Zahl der Säug­linge mit einem Neural­rohr­de­fekt deut­lich verrin­gert wurde. Es waren dadurch viele Vitamine in bestimm­ten Lebens­mit­teln enthal­ten. Dies sind sehr wich­tige Infor­ma­tio­nen für Frauen während der Schwan­ger­schaft. Des Weite­ren deuten dortige Studien an Tieren darauf­hin, dass Folsäure auch bei der Entwick­lung des Herz­mus­kels eine sehr wich­tige Rolle spielt.

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/36546/Folsaeure_im_Mehl_vermeidet_Herzfehler.htm